Dienstag, 2. November 2010

Der Penis ist die Antenne des Herzens

„Daher sollte der Mann immer seinen Penis abklären lassen“

„Sowohl die Prostata, der wunde Punkt des Mannes, aber auch in der Lende, nämlich die Erektionen, lassen beim Mann in diesen Altersstrukturen häufig nach.“

Will Future lauscht gebannt, was Frank Sommer zu sagen hat.




Frank Sommer ist Professor für Männergesundheit an der Universität Hamburg

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Kommentare:

  1. Hier noch einmal das vollständige Interview mit dem mdr-Info:*

    Der Penis ist die Antenne des Herzens

    Der erste Männergesundheitsbericht liegt vor. Und er ist erschreckend: Tatsächlich ist die Sterberate bei Männern zwischen 40 und 50 fünfmal so hoch wie bei Frauen. MDR INFO sprach mit Professor Dr. Frank Sommer, Universitätsprofessor für Männergesundheit, Urologe und Androloge an der Universität Hamburg. Er ist Mitautor des ersten Männergesundheitsberichts.

    Warum hat es solange gedauert, bis ein Männergesundheitsbericht vorlag?

    Herbert Grönemeyer besingt es ja, dass Männer stark sind und unverletzlich. In den entscheidenden Positionen sitzen Männer, die nur ungern einen Männergesundheitsbericht haben wollen, die nicht Gefahr laufen möchten, diese Daten präsentiert zu bekommen, dass Männer eben früher sterben, dass Männer gesundheitlich gefährdet sind. Diese Daten will man eben als Mann ungern präsentiert bekommen. Das wird wahrscheinlich die Wahrheit sein, die dahintersteckt.

    Dass Männer öfter bei der Arbeit verunglücken, viel häufiger an Berufskrankheiten leiden, sich drei bis viermal so häufig umbringen als wie Frauen, das ist auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nie explizit thematisiert worden. Warum war das in der Politik so unterbelichtet?

    Im Prinzip wollte man den Mann bis jetzt nicht stärker hervorkehren. Aber die Frau Ministerin hat ja heute zugegeben, dass sie selbst ein starkes Interesse daran hat, die Männergesundheit weiter voranzutreiben, dass sie auch eine Untersektion für Männer und Jungen gegründet hat, um diese Thematik näher zu beleuchten. Also wir Männer sind mittlerweile im Gesundheitsfokus. Ich glaube, der Stein ist ins Rollen gekommen und es wird weiter bergauf gehen für die Männer.

    Jetzt wissen wir, das Gros der chronisch Kranken sind Männer. Warum ist das so?

    Das Problem ist: Mit kleinen Kinkerlitzchen gehen die wenigsten Männer zum Arzt. Die warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Es heißt immer so schön, Frauen betreiben Vorsorge-Medizin und Männer betreiben Reparaturmedizin. Letzteres heißt, es ist bereits alles zu spät. Und deswegen sind die chronisch Kranken häufiger unter den Männern zu finden.

    Ist es schlichtweg auch einfach so, dass sich Männer häufiger Stress aussetzen und deshalb häufiger den burn-out haben, dass sie einfach ungesünder leben und deshalb häufiger Herzinfarkte erleiden und dass sie häufiger Risikosport betreiben und deshalb mehr verunglücken?

    Im Prinzip kann man das alles bejahen. Hinzu kommt, dass Gesundheit und Essen hier in Deutschland eher ein Frauenthema ist. Wenn man sich als Mann outet, sich mit Essverhalten und Gesundheit zu beschäftigen, wird man häufig in die andere Ecke abgeschoben. Das ist ein weiteres Problem. Aber ansonsten sind wir Männer tatsächlich risikobereiter, im Sport und im Beruf.

    Also Männer leben anders, weil sie psychologisch betrachtet anders ticken?

    Männer leben anders - auf jeden Fall. Sie ticken auch genetisch anders. Man muss aber dazu sagen, dass Studien gezeigt haben, dass die genetische Komponente nur ein Jahr Lebensunterschied hervorruft. (Laut Studie beträgt die durchschnittliche Differenz in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen insgesamt 5,5 Jahre. - Anm. der Redaktion) Das zeigt, es gibt von außen auch Strukturen, soziale Strukturen wie die Doppelbelastung in der Familie und im Beruf, die die Lebenserwartung beeinflussen. Im Beruf muss man ja seinen Mann stehen, Leistung bringen und zeigen, wie toll man ist. Aber auch in der Familie muss man der fürsorgliche Vater sein und natürlich auch für seine Partnerin immer zur Verfügung stehen. Diese Doppelbelastung nagt am Mann.


    *Cf. http://www.mdr.de/mdr-info/7816027.html (28.10.10)

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  2. Und noch der zweite Teil:

    Bei Frauen sprechen wir von den Wechseljahren, bei Männern von der Midlife Crisis. Inwieweit ist die Krise in der Mitte des Lebens mit ihren gesundheitlichen Auswirkungen ein ernst zu nehmendes Problem?

    Es ist ein sehr ernst zu nehmendes Problem! Sowohl die Prostata, der wunde Punkt des Mannes, aber auch in der Lende, nämlich die Erektionen, lassen beim Mann in diesen Altersstrukturen häufig nach. Hier kann dem Mann geholfen werden. Er muss halt nur zu einem Männerarzt gehen. Aber auch andere gesundheitliche Probleme, wie eben der Herzinfarkt, psychologische Probleme von Stress bis hin zu Depressionen, spielen in diesem Alter eine ganz große Rolle.

    Männergesundheit wird ja oft mit einem ironischen Unterton mit Viagra in Zusammenhang gebracht, ist aber eher ein internistisches Problem als ein andrologisches, oder?

    Der Mann muss als Gesamtmensch gesehen werden. Bei den Krankheitsbildern, die man sieht, sind ja viele Organsysteme betroffen. Nichtsdestotrotz muss man sagen, ist der Penis die Antenne des Herzens. Das bedeutet: Wenn ein Mann Erektionsstörungen hat, kann das ein Hinweis darauf sein, dass er vier bis acht Jahre später einen Herzinfarkt bekommt. Daher sollte der Mann immer seinen Penis abklären lassen, wenn er Erektionsstörungen hat, um eben nicht Jahre später einen Infarkt zu bekommen und daran zu versterben.

    Nun haben wir also den ersten Männer-Gesundheitsbericht an die Bundesregierung. Was, glauben Sie, kann gesundheitspolitisch alles getan werden, um die Männergesundheit zu verbessern?

    Die Frau Ministerin war ja heute der Meinung, dass sie verschiedene Faktoren aufgreifen wird und dass man sich verschiedene Ziele setzen will und das wolle man nächstes Jahr angehen. Also aktuell gibt es noch keine Punkte, die festgezurrt worden sind. Aber ich denke mir, in der Zukunft wird man gucken, um die Adipositas-Rate (Fettleibigkeits-Rate - Anm. der Red.) bei den Männern zu senken oder die plötzliche Herztod-Rate. Aber das werden wir nächstes Jahr sehen, wenn die Ministerin ihre Daten veröffentlichen wird.

    *Cf. http://www.mdr.de/mdr-info/7816027.html (28.10.10)

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  3. Und hier Teil zwei:

    Bei Frauen sprechen wir von den Wechseljahren, bei Männern von der Midlife Crisis. Inwieweit ist die Krise in der Mitte des Lebens mit ihren gesundheitlichen Auswirkungen ein ernst zu nehmendes Problem?

    Es ist ein sehr ernst zu nehmendes Problem! Sowohl die Prostata, der wunde Punkt des Mannes, aber auch in der Lende, nämlich die Erektionen, lassen beim Mann in diesen Altersstrukturen häufig nach. Hier kann dem Mann geholfen werden. Er muss halt nur zu einem Männerarzt gehen. Aber auch andere gesundheitliche Probleme, wie eben der Herzinfarkt, psychologische Probleme von Stress bis hin zu Depressionen, spielen in diesem Alter eine ganz große Rolle.

    Männergesundheit wird ja oft mit einem ironischen Unterton mit Viagra in Zusammenhang gebracht, ist aber eher ein internistisches Problem als ein andrologisches, oder?

    Der Mann muss als Gesamtmensch gesehen werden. Bei den Krankheitsbildern, die man sieht, sind ja viele Organsysteme betroffen. Nichtsdestotrotz muss man sagen, ist der Penis die Antenne des Herzens. Das bedeutet: Wenn ein Mann Erektionsstörungen hat, kann das ein Hinweis darauf sein, dass er vier bis acht Jahre später einen Herzinfarkt bekommt. Daher sollte der Mann immer seinen Penis abklären lassen, wenn er Erektionsstörungen hat, um eben nicht Jahre später einen Infarkt zu bekommen und daran zu versterben.

    Nun haben wir also den ersten Männer-Gesundheitsbericht an die Bundesregierung. Was, glauben Sie, kann gesundheitspolitisch alles getan werden, um die Männergesundheit zu verbessern?

    Die Frau Ministerin war ja heute der Meinung, dass sie verschiedene Faktoren aufgreifen wird und dass man sich verschiedene Ziele setzen will und das wolle man nächstes Jahr angehen. Also aktuell gibt es noch keine Punkte, die festgezurrt worden sind. Aber ich denke mir, in der Zukunft wird man gucken, um die Adipositas-Rate (Fettleibigkeits-Rate - Anm. der Red.) bei den Männern zu senken oder die plötzliche Herztod-Rate. Aber das werden wir nächstes Jahr sehen, wenn die Ministerin ihre Daten veröffentlichen wird.

    *Cf. http://www.mdr.de/mdr-info/7816027.html (28.10.10)

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